Serbischer Kriegsverbrecher gestand Gräueltaten ohne Reue
"Ich habe mehr als 100 Muslime umgebracht und ihre Leichen verbrannt", sagte Veselin Vlahovic gegenüber der spanischen zeitung "El Pais".
Madrid – Ein mutmaßlicher serbischer Kriegsverbrecher hat in Spanien nach einem Medienbericht Gräueltaten im früheren Jugoslawien gestanden. Wie die Madrider Zeitung „El Pais“ am Donnerstag berichtete, sagte der 40 Jahre alte Veselin Vlahovic bei seiner Vernehmung durch die spanische Polizei: „Ich habe mehr als 100 Muslime umgebracht und ihre Leichen verbrannt.“ Er bereue die Taten nicht. Seine Frau und seine Kinder seien im Balkankrieg im heutigen Bosnien-Herzegowina von Bosniaken getötet worden.
Vlahovic war einst Mitglied der nationalistischen serbischen SDS-Partei des früheren bosnisch-serbischen Präsidenten Radovan Karadzic. Er wurde am Dienstag im Touristenort Altea an der spanischen Mittelmeerküste festgenommen. Nach Angaben der Zeitung gestand er auch, der Anführer einer berüchtigten Gruppe namens „Die weißen Engel“ gewesen zu sein, deren Mitglieder während des Balkankriegs Anfang der 1990er Jahre zahlreiche Frauen vergewaltigt haben sollen.
Vlahovic war nach dem Ende des Kriegs im früheren Jugoslawien zunächst unbehelligt geblieben, weil er nicht zu den meistgesuchten Kriegsverbrechern gezählt wurde. Aus diesem Grund wurde er auch nicht vom UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag angeklagt.
Vlahovic alias „Batko“ war im Jahr 2000 in Montenegro wegen krimineller Vergehen zu einer Haftstrafe verurteilt worden, konnte aber 2001 aus dem Gefängnis flüchten und untertauchen. Nach Angaben der spanischen Justiz liegen gegen den Mann drei internationale Haftbefehle vor. In Spanien werden ihm mehrere Raubüberfälle und die Beteiligung an einer Schießerei in einem Bordell zur Last gelegt. (APA/dpa)















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