Osttirol
„Warum hat Köll nicht längst geklagt?“
![]() In Matrei gibt es Streit rund um Inserate der Tiwag.Foto: Oblasser |
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Matrei i. O. – Die Tiwag und ihr Inserat schlagen weiterhin hohe Wellen in der Tauerngemeinde. Wie berichtet, wirft Grünen-Sprecher Sepp Brugger der Tiwag versteckte Wahlwerbung für Bürgermeister Andreas Köll vor. In der Broschüre „Matrei im Spiegel“, die vor Weihnachten und nochmals kurz vor der Wahl an alle Haushalte der Marktgemeinde ging, findet sich eine doppelseitige Einschaltung der Tiwag. Für Brugger ist klar, dass die Tiwag Köll mit einem namhaften Betrag im Wahlkampf unterstützt habe. Köll dementiert und spricht von einem „Gemeindeporträt“. Die Publikation sei gar keine Wahlwerbung gewesen, die Verrechnung sei zwischen dem Broschürenhersteller und der Tiwag direkt abgewickelt worden.
Diese Aussage empört Gemeindevorstand Oswald Steiner von der oppositionellen „Matreier Liste“. „Das ist absolut kein Gemeindeporträt, das geht eindeutig aus dem Impressum hervor. Dort scheint nämlich die Bürgermeisterliste ‚Gemeinsam für Matrei‘ als Herausgeber auf, Köll ist für den Inhalt verantwortlich“, ärgert sich Steiner. Somit habe die Tiwag mit ihrer Einschaltung ein Listenblatt unterstützt. Ob und wie viel der Stromriese tatsächlich gezahlt habe, kann Steiner nicht sagen. Die Summe von 15.000 Euro, die Tiwag-Kritiker Markus Wilhelm auf seiner Homepage dietiwag.org nennt, sei jedenfalls bis jetzt unwidersprochen geblieben. „Sonst ist unser Bürgermeister immer sehr schnell mit einer Klage. Warum hat er diesmal nicht längst geklagt?“, fragt Steiner. (co)















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