Osttirol
Debatte um Inserate in Matrei
Nach der Aufregung im Kaunertal gerät auch Matrei ins Schussfeld. Die Grünen orten versteckte Wahlwerbung durch Tiwag-Inserate.
![]() Auch im neuen Matreier Gemeinderat bleiben die Finanzen der Marktgemeinde ein Dauerthema.Foto: Oblasser |
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Von Catharina Oblasser
Matrei – Nach der Gemeinde Kaunertal gerät auch Matrei mit dem geplanten Tiwag-Kraftwerk am Tauernbach ins Visier der Kritik. Grünen-Sprecher Sepp Brugger verlangt eine Überprüfung der Werbebroschüre, die die Gemeinde kurz vor Weihnachten und dann noch einmal vor der Wahl an alle Haushalte verteilt hat. „Das dürfte eine stattliche Summe gekostet haben“, sagt Brugger und behauptet, dass die Tiwag den Matreier Bürgermeister Andreas Köll mit einem namhaften Betrag im Wahlkampf unterstützt habe. „Immerhin sind wir auch ein möglicher Kraftwerksstandort.“
Köll weist diesen Vorwurf zurück. „Diese Broschüre ist keine Wahlwerbung, sondern ein Gemeindeporträt“, erklärt er. Die zwei Seiten über das Kraftwerk seien von der herstellenden Firma direkt der Tiwag verrechnet worden. „Es gibt keinen Cent Geldfluss zwischen der Bürgermeister-Liste und der Tiwag“, bekräftigt Köll. Sponsorgelder für Matreier Vereine seien direkt zwischen dem Stromriesen und dem Verein abgewickelt worden, nie über ein Gemeindekonto. Köll: „Ich bin ein alter Hase in der Politik. So etwas würde ich nie tun.“















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